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Geschichte des 329 Super Export

Der ab Sommer 1961 lieferbare Super Export 329 war die letzte Neuentwicklung von Porsche-Diesel und dem gemeinsamen Konstruktionsbüro in Stuttgart. Mit dieser Maschine bot man den Bauern einen vielseitig einsetzbaren und zugleich sehr modernen Vollernter mit einer umfangreichen technischen Ausstattung an.

Der gedrosselte 3-Zylinder-Motor in Verbindung mit dem Porsche-Deutz-T 25-Getriebe ergab eine sehr hohe Nutzung aus dem Drehmoment in Zugkraft sowohl für große Flächen als auch hohe Transportleistung. Außer der mechanischen Doppelkupplung mit Motor-Heckzapfwelle, hatte der Super Export zusätzlich die seit über zehn Jahren erfolgreich in Porsche-Schleppern eingesetzte ölhydraulische Strömungskupplung eingebaut.

Sie ergab sowohl für den Fahrer als auch für die 1 780 kg schwere Maschine selbst eine hohe Sicherheitsreserve. Die moderne Dreipunkt-Regelhydraulik am Heck sowie das zentrale Steuergerät mit Raddruckverstärker waren technische Errungenschaften, die von anderen Herstellern zu dieser Zeit noch nicht geboten wurden. Auch bei diesem Fahrzeug konnte wiederum der Arbeitsraum in der Mitte sowie vorne durch Zusatzausrüstung mit Hydraulikkomponenten und Zapfwelle genutzt werden. Auch eine höhenverstellbare Anhängekupplung sowie die frontladergeeignete, verstellbare Vorderachse gehörten neben dem Traktormeter zur serienmäßigen Vollausstattung dazu.

Geschichte des 339 Super Export

Im Spätjahr 1962 wurde zum Super 329 noch der nahezu baugleiche 339 mit reduzierter Motorleistung und schmälerer Ausstattung angeboten. Man wollte hierdurch mit einem 3-Zylinder-Traktor in der 30 PS-Klasse neue Käuferschichten erschließen.

Beide Schlepper zeichneten sich durch optimale Gewichtsverteilung, hohen Fahrkomfort und eine sehr ansprechende Formgebung aus.

ABE-Nr. 2758 Serie B

Geschichte des A 133 System Porsche

Anfang der fünfziger Jahre brummte der Schleppermarkt wie nie zuvor! Überall, wo es um Schlepper ging, war Goldgräberstimmung angesagt. Auch bei der Firma Allgaier in Uhingen am Bodensee wurde mit einer völlig neuen, sehr modernen, nach dem Baukastenprinzip entwickelten, Ein- bis Vier-Zylinder-Baureihe Traktor-Erfolgsgeschichte geschrieben. Die neuen Schlepper der 100er Baureihe mit Ihren luftgekühlten Motoren in Tunnelbauweise, waren eine Gemeinschaftskonstruktion von Porsche und Allgaier. Im Sommer 1952 wurde der Einzylinder A 111 am Markt eingeführt, gleich darauf im August stellte Allgaier den leistungsstarken Dreizylinder A 133 vor und Anfang 1953 folgte neben dem AP 17 der Zweizylinder A 122 für den Export.

Zu der Zeit bekamen übrigens alle fürs Ausland vorgesehenen Schlepper die orangefarbene Lackierung mit den roten Felgen!

Der Großschlepper A 144 wurde erstmals 1953 zur deutschen Landwirtschaftsausstellung in Köln der Öffentlichkeit vorgestellt. Wie bei allen anderen Typen dieser Baureihe war zwischen dem Motor und der mechanischen Kupplung serienmäßig die ölhydraulische Voith-Strömungskupplung angeordnet. Dieser Kupplung wurde ein besonders weiches Anfahrverhalten zugeschrieben. Den Vorteilen, wie stufenloses Anfahren mit Schonung des Getriebes, standen jedoch auch Nachteile gegenüber, wie z.B. verringerter Wirkungsgrad und höherer Kraftstoffverbrauch.

In Zeiten, wo andere Schlepper noch mit Ecken und Kanten auffielen, setzte der Porsche Chefdesigner der Karosserieabteilung Erwin Komenda schon auf die elegant geschwungene Formgebung der Rundungen, die schon damals sehr begrüßt wurde! Die Fachwelt sprach sogar von: "zeitloser Moderne" bei diesem Erscheinungsbild.

Geschichte des Porsche 308 N Super

Ab Mitte 1957 ging der Super N 308 in Serie. Im Grundaufbau entsprach dieser lange erprobte und äußerst ausgereifte Schlepper seinem Vorgänger P 133, verfügte aber über eine um fünf PS höhere Motorleistung. Diese Leistungssteigerung wurde durch das neue Porsche-Optima-Verbrennungsverfahren erreicht! Durch Veränderung der Wirbelkammer im Zylinderkopf, optimierte Steuerzeiten der Nockenwelle mit vergrößertem Ventilhub sowie geändertem Kraftstoff-Förderbeginn wurde eine Leistung von 38 PS erreicht. Dies hatte natürlich auch geringere Betriebskosten zur Folge und machte somit den 308 mit zum erfolgreichsten Porsche-Diesel seiner Zeit!

Auch er war mit der ölhydraulischen Voith-Strömungskupplung ausgestattet. Die hohe Zugkraft sowie die enorme Zapfwellenleistung bei günstigstem Drehmomentverlauf zeichneten den auf den Märkten in aller Welt anerkannten Schlepper aus.

Mit seinem Hydraulikkraftheber für Hublasten bis zu 800 kg ausgelegt sowie seinen vorderen Zusatzgewichten, brachte diese Zugmaschine auch beste Voraussetzungen zum Pflügen mit! Durch das besonders niedrige Eigengewicht von nur 1 615 kg konnte der Schlepper sogar gut für Saat- und Pflegearbeiten eingesetzt werden.