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Geschichte des Standard 219 Star

Der Ende 1960 vorgestellte Standard 219 war eine komplette Neuentwicklung der Porsche-Diesel und der Porsche KG. Mit dieser Neukonstruktion brachte man nun eine universell einsetzbare, modern entwickelte "Landbaumaschine" für die Alleinarbeit mit hoher Zugkraft auf den Markt.

Dieser Trag- und Zugschlepper war speziell für die Einmannbedienung konstruiert und besaß Geräteanbaumöglichkeiten vorne und hinten sowie zum Zwischenachsanbau auch in der Mitte. Alle Arbeitsräume waren auf Wunsch mit Hydraulik und Zapfwellenantrieb ausrüstbar! Besonders die Fronthydraulik und die damit verbundene Möglichkeit einen Frontheber zu montieren, brachte dem Landwirt neue Mechanisierungsmöglichkeiten für unkonventionelle Arbeitskombinationen.

Für diesen Schlepper wurde auch erstmals das neue T25-Porsche-Deutz-Getriebe in Verbindung mit ölhydraulischer Kupplung und mechanischer Doppelkupplung für den fahrtunabhängigen Einsatz von angehängten Arbeitsmaschinen eingesetzt. Der leistungsstarke 30 PS 2-Zylinder-Motor war mit der lastabhängigen neuen Kraftstoffeinspritzverstellung und Drosseldüse ausgerüstet. Diese Neuheit machte den Motor über weite Last- und Drehzahlbereiche drehmomentelastisch und auch zugleich sehr sparsam im Dieselverbrauch.

Mit Hilfe des neuen, im Armaturenbrett eingebauten Traktormeters konnte die von der Arbeitsgeschwindigkeit und Motordrehzahl abhängige Zapfwellendrehzahl vom Schlepperfahrer überwacht werden.

Das besondere Erkennungsmerkmal stellte von nun an die nach vorne aufklappbare Motorhaube mit der nierenförmigen Kühlluftöffnung dar. Diese neue Designlinie zeichnet ab diesem Zeitpunkt alle Porsche-Diesel-Neukonstruktionen aus. Der vielseitig einsetzbare 219 Star bedeutete einen weiteren Meilenstein in der 25-jährigen Porsche-Diesel-Schlepper-Entwicklungsgeschichte.

Geschichte des P 122

Der P 122, das frühere Allgaier Modell A 122, war der unmittelbare Vorgänger des Porsche-Diesel-Standard N 208, der aufgrund seiner Leistung als Zugschlepper für Klein- und Mittelbetriebe gedacht war. Er verfügte über einen luftgekühlten 22 PS-starken 2-Zylinder-Dieselmotor mit Guss-Tunnelgehäuse und Porsche-5-Gang-Getriebe, das mit 5 Vorwärts- und einem Rückwärtsgang ausgerüstet war. Auf Wunsch konnte ein zusätzlicher Kriechgang geordert werden.

Im Hinblick auf die mehrfach verstellbare Vorderachse und die Verstellfelgen auf der Hinterachse war der Trecker auch als Saat- und Pflegeschlepper sowie zum Pflanzen der Reihen bestens geeignet.

Der 1 450 kg schwere Schlepper erreichte durch das ZF- oder Getrag-5-Gang-Porsche-Getriebe eine Geschwindigkeit von nahezu 30 km/h

ABE-Nr. 1525 Juli 1956

Geschichte des Standard Star 238

Im Februar 1961 erschien dieser Typ mit 26 PS-starkem Aluminiummotor mit hoher Zugleistung als vielseitig einsetzbare Arbeitsmaschine auf dem Markt.

Der bewährte und nun weiterentwickelte AP 17-Motor war mit dem hier zum ersten Mal verwendeten T 25-Getriebe aus der gemeinsamen Entwicklung mit Deutz und mechanischer Einfachkupplung mit ölhydraulischer Kupplung nach dem Voith-System kombiniert.

Das neue T 25-Getriebe in Gruppenanordnung mit einer langsamen und einer schnellen Gruppe mit je vier Gängen sowie einem Rückwärtsgang wurde wahlweise mit normaler oder schneller Übersetzung gebaut.

Neben dem kräftigen Porsche-Deutz-Hydraulikkraftheber (930 kg Hubkraft) besaß der Trecker sämtliche Ausrüstungsvarianten, die ein neuzeitliches Arbeitstier als Alleinschlepper für kleinere Betriebe zu bieten hatte! Auf den größeren Bauernhöfen wurde der 238er allerdings auch gerne eingesetzt. Dort dann eher als Zweitschlepper für Saat- oder Pflegearbeiten.

Er galt eben durch sein geringes Eigengewicht und die reduzierte Motorleistung als Alternative zu der schweren und leistungsstarken Landbaumaschine für die "Alleinarbeit", dem 30 PS-starken Standard Star 219.

Leider wurde seine Produktion nach nur etwa 3 400 gebauten Einheiten schon im November 1962 wieder eingestellt.

ABE-Nr. 2768 Ausführung A