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Porsche-Diesel Junior 108 K

Unser aktueller Neuzugang!

Ich war ja schon länger mit Bruno im Gespräch zu dem kleinen Traktor. Aber immer wieder kamen wir einfach nicht so richtig zu Potte, wir Beiden. Nun hat uns ausgerechnet ein kleiner John Deere auf die Sprünge helfen müssen. Dies ist allerdings eine andere Geschichte und die gehört jetzt auch nicht unbedingt hierher. Einfach auch schon deshalb, weil er die falsche Farbe hat. Egal, ich nenne es mal Platzprobleme. Veranlassten unseren Freund Bruno B. nun endlich bei mir anzurufen und den finalen Startschuss zu einem weiteren Deal auszulösen. Es war nämlich tatsächlich schon unser drittes oder sogar viertes Geschäft mit kleinen roten Traktoren, welches wir in den letzten neun Jahren miteinander abgewickelt haben, wir Zwei.

Er hier war seit etlichen Jahren, der sogenannte Arbeitstraktor von Bruno. Mit ihm hat er seine Bienen versorgt, fuhr ins Dorf um Milch zu holen, oder einfach nur mal eben so, weil er zu faul war, die anderen, gut eingeparkten Junioren heraus zu holen. Er hier stand immer direkt vorn in der Reihe und somit logischerweise auch immer gleich greifbar, wenn den Herrn die Lust ergriff. In dem Fall, die Lust auf Trecker fahrn!

Der Traktor selbst wurde am 08. September 1959 hier bei uns um die Ecke, in Brenschelbach zum ersten Mal zugelassen und war doch tatsächlich bis zum Ableben seines Besitzers im Jahr 2013 in dessen Besitz. Das war auch die Zeit, in der ich mit diesem Trecker zum ersten Mal konfrontiert wurde. Eines Tages kam der Anruf einer nicht ganz so netten, älteren Dame, ob ich nicht dem alten Porsche Junior Ihres verstorbenen Bruders kaufen möchte? Klar doch, immer. Aber leider waren Ihre Preisideeen so furchtbar daneben, dass ich in diesem Fall tatsächlich, dankend abgelehnt habe. So kam der Trecker nach Saarlouis im tiefen Saarland gelegen, zu einem Herrn, der mit dem armen Kerl einen viel zu großen Holzspalter betreiben wollte! Das diese Idee nicht funktionieren kann, hat er allerdings erst gemerkt, als er es ausprobiert hatte. Und so kam unsere kleine Rotnase bereits schon ein halbes Jahr später zu unserem Freund Bruno B. in den südlichsten Zipfel des Odenwaldes.

Soweit zur Historie bzw. Geschichte des kleinen Rackers. Der originale Pappdeckelbrief ist selbstverständlich dabei und kann dies alles bestätigen. Im Übrigen werden wir den Trecker jetzt erst mal von seinen viel zu kleinen Hinterrädern befreien und ihm neue 9,5 mal 24 Zoll Reifen aufziehen. Dies natürlich unter Verwendung von frisch lackierten, unbeschädigten Originalfelgen! Die vorderen Reifen sind sehr gut, die nehmen wir wieder. Aber auch hier: Felgen neu lackieren, bevor sie wieder montiert werden. Wir haben dem kleinen Kerl auch ein höhenverstellbares Anhängemaul montiert und wir werden ihm die kleinen Beulen in der Motorhaube ausbessern. Der Gaszug muss noch erneuert werden, sowie die gebrochene Reglerfeder und einige Kleinigkeiten, die aber noch Zeit haben, bis der Trecker an der Reihe ist. Wir werden sehen, wie es weiter geht. Ich halte Sie jedenfalls hier an dieser Stelle auf dem Laufenden.

Inzwischen wurde dem kleinen Stinker eine zweite Beifahrersitzbank mit ebenfalls schwarzem Sitzkissen spendiert, die tropfende Spritleitung getauscht und alle vier Räder sind nun wieder schick und schön. Die paar Beulen in der Motorhaube und im Lufteinlassgrill haben wir ausgebügelt sowie einen Austausch sämtlicher Verbrauchsöle durchgeführt. Die Einspritzpumpe und die Reglerwelle fein eingestellt und justiert... Was soll ich sagen? Nun ist er wieder schick für die nächsten Jahre und er sollte bitte auf gar keinen Fall neu restauriert werden. Einen so gut erhaltenen Junior mit einer solch herrlichen Patina, den finden selbst wir nicht mehr an jeder Ecke. Und falls tatsächlich noch Jemand die Idee hätte, das alte Balkenmähwerk zu benutzen? Es würde sogar funktionieren..........